Werner Hümmrich

15.02.2024
Sanierung oder Neubau des Stadthauses


Liebe Leserinnen und Leser,

wir als FDP befürchten bei der Diskussion zur Entscheidung „Sanierung oder Neubau des Stadthauses“ eine voreilige Festlegung zugunsten einer Sanierung des Stadthauses. Wir sind jedoch der Meinung, dass es aber unbedingt detailliertere und tiefergehende gutachterliche Erkenntnisse zu Risiken und Kosten von Sanierung und Neubau braucht.

Es scheint befremdlich, dass jetzt schon Zahlen zu Kosten und Bauzeiten genannt werden, obwohl keine verlässlichen Kostenschätzungen vorgenommen wurden und auch jeder Kostenvergleich zu einem Neubau fehlt. Die beauftragten Planer haben keine eigenen Gutachten erstellt, sondern auf vorhandene Gutachten zurückgegriffen und daraus eine Synopse abgeleitet. Mehr als fraglich ist, ob und inwieweit damit schon Kosten und Risiken einer Sanierung sicher beurteilt werden können. Hier besteht noch erheblicher Nachholbedarf, um einen politische Entscheidung zu Art und Umfang einer Sanierung oder einem Neubau treffen zu können.

Derzeit bevorzugt die FDP eher einen Abriss des Bestandsgebäudes und einen Neubau. Dabei muss für das gesamte Stadthausareal eine Lösung gefunden werden, die sich besser in das Stadtgefüge einpasst als der gegenwärtige Komplex, der heute die Stadtteile Innenstadt und Nordstadt trennt und als Fremdkörper im urbanen Gefüge wirkt.

In dem Neubau sollen dann aber nur die Teile der Stadtverwaltung untergebracht werden, die Publikumsverkehr haben; die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (sog. technische Verwaltung) sollte in das Landesbehördenhaus in der Gronau umziehen. Vor dem Hintergrund des auch in der Stadtverwaltung verbreiteten Home-Offices ist zudem eine Reduzierung der Büroflächen anzustreben („shared offices“).

In dem an der Stelle des heutigen Stadthauses entstehenden Neubau könnte neben der Verwaltung auch ein zusätzlicher Einkaufsstandort, verbunden mit einer Tiefgarage, untergebracht werden. Die FDP könnte sich hier auch einen Foodcourt und ein Kino vorstellen, damit auch bei schlechterem Wetter wieder mehr Menschen in die Innenstadt kommen.


Ihr Werner Hümmrich

08.01.2024
Flusskreuzfahrt offenbar Stiefkind bei der Wirtschaftsförderung - mehr Tempo bei der Errichtung von Landstrom-Anschlüssen

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere schöne Stadt ist auch für zahlreiche Touristen ein gern besuchter Hafen auf ihrer Flusskreuzfahrt und bietet diesen zahlreiche Highlights.

Die Bonner FDP-Fraktion ist verwundert darüber, dass die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn offenbar keinerlei Kenntnisse und Zahlen darüber hat, wie viele Touristen auf diesem Wege bereits in die Stadt gekommen sind. Eigentlich ein Armutszeugnis für die Wirtschaftsförderung, deren Aufgabenfeld auch den Tourismus umfasst. Nach unserer Ansicht stecken hier erhebliche wirtschaftliche Potenziale, die bisher nicht ausreichend gehoben wurden. Wir haben bereits vor Jahren gefordert, dass mehr für die Flusskreuzfahrt-Touristen getan werden sollte. Das kann mit ganz einfachen Mitteln anfangen wie z.B. einem Leitsystem, das die Touristen von den Schiffsanlegern in die City führt. Das können Linien auf den Gehwegen sein oder eine optimierte Beschilderung, sei dahingestellt. Es gibt an den Anlegern keinerlei sichtbares „Welcome in Bonn“, das die Touristen am Ufer begrüßt. Zudem fehlt aus Sicht der Liberalen auch eine direkte Anbindung des Rheinufers an den öffentlichen Nahverkehr. Die Stadt sollte gemeinsam mit dem Bonner Einzelhandel und City-Marketing Konzepte überlegen und eine Struktur aufstellen, wie wir die Kaufkraft der Flusskreuzfahrt-Touristen künftig stärker in Bonn halten können.

Außerdem meine ich, dass es für die Klimastadt Bonn ein Armutszeugnis ist, dass sie – trotz boomender Flusskreuzfahrten – bei der Errichtung von Landstrom-Anschlüssen so hinterherhinkt. Köln und Koblenz machen vor, dass es schneller gehen kann.

Wir erwarten von der Stadt Bonn hier deutlich mehr Tempo. Dies ist auch im Interesse der dortigen Anwohner. Bereits vor Jahren hatte die FDP-Fraktion die Stadtverwaltung gebeten, hier die Planungen aufzunehmen und Stromanschlüsse zur Verfügung zu stellen. Geschehen sei bisher nichts Erkennbares.

Ihr Werner Hümmrich

18.12.2023
Weihnachtsgrüße

Liebe Leserinnen und Leser,

ein kommunalpolitisch ereignisreiches Jahr geht zu Ende.
Viele unterschiedliche Themen wurden beraten und ich habe über einige an dieser Stelle berichtet.

Nun ist das alte Jahr fast vorbei. Die Zeit für Familie, Freunde und Seligkeit ist angebrochen. Genießen Sie diese Zeit mit Ihren Liebsten.

Ich wünsche frohe Festtage, Zeit zur Entspannung, Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge und dazu viele Lichtblicke im kommenden Jahr.

Ihr Werner Hümmrich

27.11.2023
Die Zukunft des Viktoriakarrees

Liebe Leserinnen und Leser,

wie es weitergeht mit dem Vikoriakarree, ist eine Frage, die uns schon seit längerem beschäftigt.

Die FDP begrüßt ausdrücklich die Planung des Landes, dass dort im Wesentlichen das Forum des Wissens errichtet werden soll. Wir möchte jedoch im Bebauungsplan absichern, dass die an das Land verkaufte Teilfläche Viktoriakarree nur für universitäre Zwecke genutzt werden darf. Da die Zweckbindung für das Forum des Wissens nur für eine begrenzte Zeit besteht, haben wir die Sorge, dass dieses sonst möglicherweise nicht umgesetzt wird.

Hier erwartet die FDP durch Nachverhandlungen mehr Sicherheit in der Zweckbestimmung und fordert von der Verwaltung, dass die Hintertür zur Nutzungsänderung geschlossen wird.
Wir versprechen uns mit dem Forum des Wissens eine Belebung des Quartiers. Diese wollen wir nicht gefährden.


Ihr Werner Hümmrich

23.11.2023
Bonn muss belebt sein bis zum Rhein

Liebe Leserinnen und Leser,

die FDP-Fraktion befeuert seit Jahren die Notwendigkeit, das sich Bonn bis zum Rhein öffnet und das Rheinufer ein Ort des städtischen Aufenthalts wird. Die Planungen zur Neugestaltung des Bonner Rheinufers durch die OB und die Verwaltung greifen hier aus FDP-Sicht viel zu kurz. Das Ziel, das wir vor Augen haben, wird damit nicht erreicht.

Wir haben über Jahre immer wieder penetrant das Thema Neugestaltung des Bonner Rheinufers in Erinnerung gerufen und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert. Nun beginnt tatsächlich die Neugestaltung. Das Rheinufer wird optisch aufgewertet. Für die FDP war die Optik aber immer nur ein Aspekt. Wir wollten auch eine Belebung des Rheinufers – vor allem durch Gastronomie – unter dem Stichwort „Öffnung der City zum Rhein“. Dieser Aspekt ist bei den nun vorgestellten Planungen leider verloren gegangen. Für die OB scheint nur viel Grün im Bereich der Promenade wichtig zu sein.

Die FDP-Fraktion fordert für das Bonner Rheinufer ganzjährig geöffnete Gastronomie mit innovativen mobilen food-Konzepten, wir haben Freitreppen vor der Oper oder der Beethovenhalle zum Rhein hin skizziert, damit sich die Stadt für alle hin zum Rhein öffnet. Wichtig ist uns ein integriertes Mobilitäts- und Lichtkonzept, das das Rheinufer gar nicht erst zum Angstraum werden lässt. Ein paar Bänke und eine Spielfläche greifen hier viel zu kurz.

Ihr Werner Hümmrich